Einfach nur hace.

Die Geschichte des Hubertus Carl »hace« Frey.

Hubertus Carl Frey Hubertus Carl Frey

Hubertus Carl Frey war deutscher Grafikdesigner, Artdirector und ein Meister seines Fachs. Mit einer einfachen Schrift und einer oder zwei Farben gestaltete er Logos, Kampagnen und ganze Erscheinungsbilder, die an Wiedererkennungswert und Klarheit nicht zu übertreffen sind. Einige davon sind auch heute noch unverändert in Gebrauch, wie beispielsweise das UHU-Logo, das Kärcher-Logo oder das von LOEWE. Sein Künstlername war »hace«, zusammengesetzt aus den Anfangs­buchstaben seiner Vornamen H und C. Und so wollte er auch angesprochen werden, ohne den Zusatz »Herr«.

Er war international vielfach ausgezeichnet. Höhepunkt seiner Karriere war das Verdienstkreuz am Bande für seine Verdienste als Grafikdesigner, welches ihm der damalige Kunstminister Klaus von Trotha überreichte. Und in dieser Hochzeit seines künstlerischen Schaffens entstand auch der hace1900. Der Abreißkalender war ursprünglich für eine Möbelfirma gemacht, die ihn als Werbegeschenk verteilte. Deshalb erinnert er in seiner Art an ein Möbelstück. Und er ist gleichzeitig ein Statement. Schlicht, in Schwarz und Rot. Ausdrucksstark. Mit Blick auf das Wesentliche und seit über 45 Jahren ­unverändert.

Und um den Wert des Kalenders zu unterstreichen, wird er von Hand gefertigt: Der klassische Druck, der mehr als zwei Wochen dauert, das Zusammentragen der Kalenderblätter, die Holzschilder, welche von Hand gesägt, geschliffen, poliert und mehrfach gebeizt werden und am Ende das Verschrauben.

Geboren 1929 starb hace 2003 in Stuttgart im Alter von 74 Jahren. Aber seine Idee lebt weiter – seine Stiftung, seine Logos, seine Konzepte. Und natürlich der hace1900. Wir von der Offizin Scheufele glauben ja, dass er vielleicht sogar der größte Abreißkalender der Welt ist. Auf jeden Fall aber, ist es ein Kalender mit Geschichte. Ein Kalender, der seine eigene Geschichte und die seines Erfinders erzählt.

Und deshalb ist der hace1900 ein Stück deutsche Design-Geschichte.


Lesen Sie hier den Artikel der Stuttgarter Zeitung zur Produktion des Kalenders: Vom Zauber der Beständigkeit, besuchen Sie hace auf Wikipedia, oder informieren Sie sich über die Arbeit der hace-Stiftung.